Pyrotechnikgesetz 2010; Besitz, Überlassung, Verwendung von pyrotechnischen

Gegenständen

 

1. Pyrotechnische Gegenstände der

 

Kategorie F1

dürfen gem. § 30 Abs. 1 PyroTG

2010 iVm § 15 Z. 1 leg. cit. Personen unter 12 Jahren

nicht überlassen werden. Diese Altersbeschränkung gilt gem. den Übergangsbestimmungen in § 47 PyroTG 2010

auch für die nach dem Pyrotechnikgesetz 1974 klassifizierten pyrotechnischen Gegenstände  der Klasse I.

 

2. Pyrotechnische Gegenstände der

 

Kategorie F2

dürfen gem. § 30 Abs. 1 PyroTG

2010 iVm § 15 Z. 1 leg. cit. Personen unter 16 Jahren nicht überlassen werden. Diese Altersbeschränkung gilt gem. den Übergangsbestimmungen in § 47 PyroTG 2010

auch für die nach dem Pyrotechnikgesetz 1974 klassifizierten pyrotechnischen Gegenstände der Klasse II.

 

3. Händler haben gem. § 25 Abs. 2 PyroTG 2010 die Pflicht, stichprobenartig zu überprüfen, ob pyrotechnische Gegenstände ein CE-Kennzeichen tragen und eine

Kennzeichnung gem. § 24 Abs.1 bis 5 leg. cit. aufweisen und ob pyrotechnische

Sätze gem. § 24 Abs. 6 leg. cit. gekennzeichnet sind. Dies bedeutet, dass pyrotechnische Gegenstände die im Bundesgebiet an den Endverbraucher überlassen werden in deutscher Sprache richtig, sichtbar, lesbar und dauerhaft gekennzeichnet sind und die Kennzeichnung folgende Angaben zu enthalten hat:

 

1. Name und Adresse des Herstellers oder, wenn der Hersteller nicht in der

Gemeinschaft niedergelassen ist, Name des Herstellers sowie Name und Adresse

des Importeurs,

2. Name und Typ des Gegenstandes,

3. die betreffende Altersgrenze nach § 15 leg. cit.,

4. die jeweilige Kategorie,

5. Gebrauchsanweisungen,

6. die Nettoexplosivstoffmasse und

7. bei Feuerwerkskörpern der Kategorien F3 und F4 zusätzlich das Herstellungsjahr.

3.1. Weiters müssen Feuerwerkskörper zusätzlich folgende Mindestinformationen

enthalten:

1. Kategorie F1: gegebenenfalls „nur zur Verwendung im Freien“ und einen

Mindestsicherheitsabstand;

2. Kategorie F2: „nur zur Verwendung im Freien“ und gegebenenfalls einen

Mindestsicherheitsabstand;

3. Kategorie F3: „nur zur Verwendung im Freien“ und einen Mindestsicherheitsabstand;

4. Kategorie F4: „zur Verwendung nur durch Personen mit Fachkenntnissen“

und einen Mindestsicherheitsabstand.

Falls auf dem pyrotechnischen Gegenstand nicht genügend Platz für die erforderliche

Kennzeichnung vorhanden ist, müssen diese auf der kleinsten Verpackungseinheit

angebracht werden.

Die Kennzeichnung pyrotechnischer Sätze, die im Bundesgebiet an Endverbraucher

überlassen werden, muss Name und Typ des Satzes, die jeweilige Kategorie sowie

eine Gebrauchsanweisung enthalten. Sie muss in deutscher Sprache ausgeführt sein

und ist auf der kleinsten Verpackungseinheit anzubringen.

4. Entsprechend den Übergangsbestimmungen in § 47 PyroTG 2010 gilt für pyrotechnische

Gegenstände der Klassen I bis III, deren

 

Markteinführung ab dem 4. Juli 2010

erfolgte, die Kennzeichnung wie oben unter Pkt. 3 und 3.1 ausgeführt und für pyrotechnische Gegenstände deren Markteinführung

 

vor dem 4. Juli 2010

erfolgte folgende

Kennzeichnung:

 

 

Pyrotechnische Gegenstände der Klassen I bis IV dürfen nach § 20 Abs. 1 Pyrotechnikgesetz 1974 nur überlassen werden, wenn darauf die Bezeichnung,

die Klassenzugehörigkeit sowie allfällige Abgabenbeschränkungen für Jugendliche

in deutscher Sprache ersichtlich gemacht sind.

 

 

 

Bukett einer Feuerwerksbombe F4
Momentaufnahme bei einem Großfeuerwerk

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